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06. Februar 2012
DRK Bereitschaft Lenninger Tal

Alarm mitten in der Nacht

Mehr als einmal am Tag

Einsatzbericht eines "Helfer vor Ort - Einsatzes"

Über 100-mal im Jahr werden sie zu einem Notfall gerufen. Sie, das sind Kfz-Mechaniker, Schreiner, Hausfrauen, Dreher, Angestellte, Studenten, Arzt, Schüler....... Sie wollen in Notfällen schnellstmöglich helfen, eventuell nur einen Katzensprung von ihrer Wohnung entfernt. Und genau darin liegt ihr Vorteil - ein Zeitvorteil, der jedem von uns bereits morgen zugute kommen kann. Die Rede ist von den aktiven Mitgliedern im DRK-Lenninger Tal, welche sich speziell für den "Helfer vor Ort - Dienst", aus- und weitergebildet haben. Sie bilden ein Netzwerk, das bereits seit März 1998 flächendeckend im "Altkreis Nürtingen" ehrenamtlich Leben rettet.

Nach Eingang eines Notrufes bei der Rettungsleitstelle vom Roten Kreuz in Esslingen werden sie bei Bedarf zeitgleich mit dem Rettungswagen und dem Notarzt alarmiert. Die Alarmierung erfolgt über ihren ständigen Begleiter - den Funkmeldeempfänger.


Alarm mitten in der Nacht

Kurz nach ein Uhr. Der Funkmelder eines oder mehreren "Helfer vor Ort" schlägt Alarm. Das Licht wird angeknipst, der Alarmierungstext auf dem Melder gelesen. Jetzt schnell die Einsatzkleidung angezogen, der Griff zur "Rettungstasche" und schon geht es los. Zur Einsatzstelle sind es meist nur wenige hundert Meter. Bereits wenige Minuten nach Alarm stellt er sich den überraschten Angehörigen vor: "Guten Morgen, ich bin Ersthelfer vom Deutschen Roten Kreuz". Nach kurzer Zeit ist auch ein zweiter Helfer des HvO-Teams eingetroffen. Für die Einsatzkräfte beginnt jetzt die eigentliche Arbeit: Vitalfunktionen prüfen, lebensrettende Handgriffe zum Freihalten der Atemwege, Rückmeldung an die Rettungsleitstelle. Die Besatzung des auf der Anfahrt befindlichen Rettungsmittels erhält so oft jetzt schon die ersten Informationen. Das mit Warnblinker abgestellte Fahrzeug erleichtert das Auffinden der Einsatzstelle, wertvolle Zeit wird hierdurch eingespart. Nach einer Übergabe beginnen die Maßnahmen des Notarztes und der Rettungsassistenten. Wenn Zeit bleibt, ein kurzes Lob, die Helfer vor Ort haben gute Vorarbeit geleistet. Für sie ist es jetzt Zeit, sich von der Einsatzstelle zurückzuziehen. Schließlich ist es erst kurz vor zwei Uhr, Zeit genug, sich nochmals ins Bett zulegen.

Bei den Einsätzen haben es die HvO-ler mit internistischen-, chirurgischen- und Kindernotfällen, sowie Verkehrsunfälle oder Betriebsunfälle zu tun. Ein freiwilliger und ehrenamtlicher Dienst am Nächsten. 24 Stunden täglich rund um die Uhr.

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